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Grundschule Iserbrook > Konzept der teilgebundenen Ganztagsschule


 

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    04.12.17

Aktuelle Beiträge

Konzept der teilgebundenen Ganztagsschule

Konzept: „Teilgebundene Ganztagsschule“

 

  1. Vorwort

Grundlage des hier vorgestellten Konzeptes ist das 2012 verabschiedete alte Konzept, welches bereits die „teilgebundene Ganztagsschule“ in einigen Jahrgängen in den Blick nahm.

 

  1. Begründung für die neue Rhythmisierung

Nachdem die Schule Iserbrook im Schuljahr 2012/13 mit dem ersten Jahrgang aufwachsend als „teilgebundene Ganztagsschule“ gestartet war, tritt zum Schuljahr 2015/16 der Zustand ein, dass alle Klassen an zwei Nachmittagen (Dienstag und Donnerstag) verpflichtend am Unterricht teilnehmen werden. Dies erforderte eine neue Rhythmisierung.

Bei der Erarbeitung der neuen Rhythmisierung wurden die sechsjährigen Erfahrungen mit Ganztagsschule in die Überlegungen einbezogen. Die sich auffallend verändernde Schülerschaft begründet die pädagogische Ausrichtung. Hierbei wurde darauf geachtet, dass neu eingeführte Elemente wie Lernzeit und Wahlpflichtkurse in Übereinstimmung mit den im Leitbild festgehaltenen Grundgedanken stehen; Unterricht und Tagesablauf aber im Hinblick auf die aktuelle Schülerschaft noch optimaler gestaltet werden sollen.

Außerdem musste ein Konzept entwickelt werden, welches die Arbeitszeit sowohl von Lehrerkollegen als auch von Erziehern in den Blick nimmt, da eine Fortsetzung der Kooperation mit dem ASB für den Erzieherbereich und die Anschluss und Ferienbetreuung angestrebt wurde. Längere freie Arbeitszeiten am Tag sollten für beide Berufsgruppen möglichst vermieden werden.

Zudem sollten die konzeptuellen Überlegungen auch zu einer stärkeren Vernetzung von Lehrern und Erziehern führen.

 

 

  1. Pädagogische Überlegungen zur Ausgestaltung des Ganztagsschulangebotes

a) Form

Die gebundenen Tage sind weiterhin der Dienstag und der Donnerstag. An diesen Tagen bleiben alle Kinder der Schule Iserbrook bis 16.00 Uhr in der Schule.

b) Rhythmisierung

Oberstes Ziel der neuen Rhythmisierung ist sie möglichst lernförderlich zu gestalten und den Lernrhythmus der Kinder im Sinne eines optimalen Wechsels von Phasen der Anspannung und Entspannung als Leitlinie anzusehen. Demzufolge wird das starre 45- Minuten- Konzept weitgehend aufgelöst. Die Kinder sollen Zeit und Ruhe für individuelle Lernprozesse haben, für konzentrierte Arbeitsphasen und solche, in denen Entspannung im Vordergrund steht. Fächerübergreifendes Lernen soll in stärkerem Maße ermöglicht werden. Bei der Gestaltung des Stundenplanes wurde deshalb darauf geachtet, dass Kollegen möglichst blockweise in den Klassen eingesetzt werden.

Die folgende Rhythmisierung wurde in der Schulkonferenz am     verabschiedet:

8.00 – 9.30 Uhr: 1. Unterrichtsblock mit Frühstückszeit am Ende

9.30 – 10.00 Uhr: Pause

10.00 – 11.30 Uhr: 2. Unterrichtsblock

11.30 – 12.00 Uhr: Pause

12.00 – 12.30 Uhr: Lernzeit

12.30 – 13.15 Uhr: Unterricht

 

Dem Unterrichtsvormittag schließen sich an den nicht gebundenen Tagen Mittagspause und Nachmittagskurse an.

13.15 – 14.30 Uhr: Mittagspause mit Zeit zum freien Spiel

14.30 – 16.00 Uhr: Nachmittagsangebote

In der Mittagspause finden neben dem Mittagessen die zur Erholung und für das soziale Lernen wichtige Spiel- und Entspannungszeit statt. Möglichkeiten zur Büchereibenutzung sowie zum Besuch eines Entspannungsraumes sind angedacht.

An den gebundenen Tagen gibt es folgende Rhythmisierung am Nachmittag:

Dienstag:

13.15 – 14.30 Uhr: Mittagspause mit Zeit zum freien Spiel

14.30 – 16.00 Uhr: Unterricht in den Klassen 1 und 2/

Wahlpflichtkurse in den Klassen 3 und 4

Donnerstag:

13.15 – 14.30 Uhr: Mittagspause mit Zeit zum freien Spiel

14.30 – 16.00 Uhr: Unterricht in den Klassen 3 und 4/

Wahlpflichtkurse in den Klassen 1 und 2

Für die Vorschulkinder wird an jedem Wochentag ein offenes Nachmittagsprogramm angeboten. Sie werden in ihrer Gruppe betreut, haben aber auf dem Schulhof die Möglichkeit während der Mittagspause auch mit den älteren Kindern zu spielen.

Die Erstklässler haben in den ersten vier Unterrichtswochen die Möglichkeit nur bis 13.15 Uhr in der Schule zu bleiben, um ihnen den Einstieg in das Schulleben zu erleichtern.

 

 c) Mittagessenversorgung

Die Essensversorgung findet weiterhin in der Pausenhalle statt. Der Bereich unter der Aula (Garderobe und Umkleideräume) wird zurzeit zur Küche mit Essensausgabe umgebaut.

Der Essensanbieter ist weiterhin Porschke „Essen für Kinder“. Vom Caterer werden auch die Küchenmitarbeiterinnen gestellt. Die Betreuung des Mittagsessen übernehmen Erzieherinnen und Honorarkräfte.

Die Kinder essen in vier Schichten:

13.00 – 13.15 Uhr: Vorschule

13.15 – 13.40 Uhr: Klasse 1

13.40 – 14.05 Uhr: Klassen 2 und 3

14.05 – 14.30 Uhr: Klasse 4

d) Lernzeit (und sich anschließender Unterricht)

Die neu eingeführte Lernzeit findet jeden Tag halbstündig statt. Sie ist keine zusätzliche Unterrichtszeit, sondern ersetzt die Hausaufgaben. Während dieser Zeit arbeiten die Kinder an ihren individuellen Aufgaben[1]. Um die Selbstständigkeit der Kinder zu fördern, wählen sie aus einem Angebot von Übungsaufgaben, die an der Tafel markiert wurden, aus und entscheiden dabei, welche Übungen, sie in ihrem aktuellen Lernen voranbringen. In den unteren Jahrgängen benötigen und erhalten die Kinder bei der Auswahl von Übungsaufgaben selbstverständlich noch die Unterstützung einer Lehrerin.

Um den Gedanken des gemeinsamen Lernens an einem Gegenstand[2] zusätzlich aufzugreifen, steht am Freitag in allen Klassen während der Lernzeit „Lesen“ auf dem Programm. Diese Regelung bietet zudem die Chance, dass Patenklassen gemeinsam lernen.

Die Lernzeit liegt jeweils in der Hand einer in der Klasse tätigen Lehrkraft. Auf diese Weise ist Kontinuität und somit eine dem Unterricht förderliche Übungssituation gewährleistet.

In der Vorschule sowie in den Klassen 1 und 2 arbeitet während dieser Zeit zudem eine Erzieherin mit in der Klasse. Sie ist für die Förderung und Unterstützung leistungsschwächerer Kinder zuständig. Diese Förderung kann in der sich anschließenden Unterrichtsstunde fortgeführt werden, da die Erzieherin auch während dieser Zeit in den Klassen eingesetzt wurde. Die Ressourcen, die hier in die Doppelbesetzung einfließen, sind optimal genutzt, um den Kindern ein Lernen mit vertrauten Lehrpersonen zu bieten und um auf die Bedürfnisse der einzelnen Kinder am Ende des Schulvormittags besser eingehen zu können. Wir haben uns dafür entschieden, die höchste Ressource in die unteren Jahrgänge zu geben, um hier präventiv wirken zu können. In den Klassen 3 und 4 konnten wir an zwei Tagen eine Doppelbesetzung von Lehrerin und Erzieher bzw. Honorarkraft realisieren.

Durch die enge Zusammenarbeit in einem Klassenteam wird zudem die Kommunikation zwischen Lehrern, Erzieherinnen und Honorarkräften optimiert und ein effizienteres, effektiveres Arbeiten ermöglicht[3].

Parallel zur Lernzeit finden des Weiteren Sprachförderung und Lernförderung statt. Auch das Lesementoring wird in dieser Zeit organisiert.

Die Kinder der Schule Iserbrook haben keine Hausaufgaben mehr zu erstellen. Übungsaufgaben (z.B. Einmaleins oder Lernwörter) können selbstverständlich weiterhin auch zu Hause durchgeführt werden, ebenso können den Kindern kleine Forscheraufgaben (z.B. Bringe Gegenstände mit, die zeigen, dass Herbst ist!) aufgetragen werden.

e) Wahlpflichtkurse

Die Wahlpflichtkurse haben musisch- kreativen Charakter[4] bzw. berücksichtigen naturwissenschaftliche sowie sprachliche Interessen und Begabungen. Die Kurse werden von Lehrern, Erziehern und Honorarkräften durchgeführt. Die Gruppengröße beträgt maximal 13 Schüler, so dass ein individuelles Eingehen auf die Bedürfnisse und Interessen der Kinder gewährleistet ist und ihnen über die Kurse ein Angebot an abwechslungsreicher, sinnstiftender Freizeitgestaltung geboten werden kann, die vielleicht neue Horizonte eröffnet.

Am Ende einer Kurszeit (halbjährlich) finden an zwei Terminen Ausstellungen bzw. kleine Aufführungen statt, bei denen die Kinder ihre Ergebnisse präsentieren können. Auf diese Weise wird die Arbeit der Kinder gewürdigt und kann Motivation zur Kursteilnahme für andere Kinder entstehen.

In Abgrenzung zu den Kursangeboten an den offenen Tagen findet während der Wahlpflichtkurszeit kein Freispielangebot statt. Um einem Kursausfall entgegen zu wirken, haben wir eine Erzieherin als „Springerin“ eingesetzt.

f) Bau

Weitere der vorgesehenen Maßnahmen wurden mittlerweile umgesetzt. Die Turnhalle wurde zu Beginn des Schuljahres 2014/15 eingeweiht; der Musikpavillon ist im September 2015 fertig gestellt wurden.

Aktuell wird die Aula saniert.

 

g) Zu guter Letzt…

Die Steuergruppe arbeitet in Zusammenarbeit mit der Ganztagskoordinatorin und der Projektleitung Ganztagskooperation vom ASB an der Evaluation der neuen Rhythmisierung. Weitere Fortbildungen mit dem Kollegium und den Mitarbeiterinnen vom ASB werden geplant. Hierzu werden auch Vertreter des Elternrates eingeladen. Die Einbeziehung der Kinder ist über die monatlich stattfindende Kinderkonferenz gesichert.

Wöchentlich findet ein Kooperationstreffen der ASB- Mitarbeiterinnen statt, welches einmal im Monat von Schulleitung und Ganztagskoordinatorin begleitet wird.

 

[1] Vgl. Leitbild, Unterpunkt 2 „Fordern und Fördern“

[2] Dies wird bereits durch die jährlich stattfindenden Geometrie- Wochen, Lesetage sowie durch Projektwochen „Zirkus“ und „Trommelzauber“ realisiert.

[3] Vg. Leitbild, Unterpunkt 1 „Kommunikation“

[4] Vgl. Leitbild, Unterpunkt 4 „Ästhetische Bildung“